Frankreich-Rundflug 2020

Frankreich-Rundflug 2020

Rund um die Bretagne mit der D-EILI

Neben den zahlreichen Vereinsausflügen, unternehmen manche Mitglieder auch alleine wunderbare Flugreisen. So wie unser Technischer Leiter Rainer Nagel, der den Sommer 2020 für einen Rundflug um die Bretagne genützt hat.
Zurück ist er mit zahlreichen Tipps für Flüge in die Grand Nation!

Tipp #1 – Gut vorbereitet in Frankreich fliegen:

Tipp #2 – Allgemeines zu unserem Ausflug rund um die Bretagne:

  • Französisch Funken auf kleinen Plätzen: Man ist mit „wenig“ zufrieden …
  • Mit Schwimmwesten fliegt hier…                    …niemand.

Tipp #3 – Unsere tolle Route, sehr zu empfehlen:

  • LOIH > LFBA La Rochelle (In knapp 4 Stunden am westlichen Atlantik!)
    AVGAS tanken: nach erbetener Assistenz durch hilfsbereites Bodenpersonal für jeden erlernbar.
    La Rochelle ist eine sehr schöne, interessante und belebte Altstadt. Zahlreiche gute Restaurants laden zum Verweilen ein, reservieren ist empfehlenswert.
    Frankreich hat den Fahrrad-Tourismus entdeckt! Viele Fahrrad-Vermieter und ein gutes Fahrradwege-Netz laden zum selber strampeln ein. Eine Tour mit dem Rad auf der Insel Il de Re lohnt sich wirklich.
       
  • LFBA > LFEY Ile d’ Yeu
    Ohne Flugplan, dafür aber französisch funken (wie gesagt, man ist mit „wenig“ bereits zufrieden). Alles freundlich und unkompliziert am Platz.
    Ile d’ Yeu ist eine nette Insel, dementsprechend mit vielen Touristen. Restaurants reservieren lohnt sich auch hier, ebenso wie eine Fahrradtour rund um die Insel.
  • LFEY > LFEA Belle Ile
    Mit Flugplan-Pflicht (von Insel zu Insel).
    Belle Ile, wirklich eine schöne Insel. Nein, besser eine wunderschöne Insel!
    Kein Massen-Tourismus, dafür ganz viel Natur. Schönes Hotel mit gutem Restaurant. Zahlreiche malerische Wanderwege säumen die Ufer, eine Fahrradtour rund um die Insel bietet sich hervorragend an.
     
  • LFEA > LFRQ Quimper
    Strammer Seitenwind auf die 27. Keine Abstell- und Landegebühren, weil niemand da…
    Quimper hat eine wohlhabende, saubere und sehenswerte Alt-Stadt mit angenehm überschaubarem Tourismus.
  • LFRQ > LFRD Dinard (St. Malo)
    Happige Untergrenzen, aber noch fliegbar. Dafür gekreuzte Landebahnen. Am Platz ist nicht viel los – alles freundlich.
    In Dinard finden sich nette Hotels und ein herrlicher kilometer langer Sand-Strand. Ein beeindruckendes Naturerlebnis liefert der 12m Tidenhub! Besonders toll ist die Bar im 5. OG einer Creperie – mit super Ausblick! Empfehlenswett ist ein Fahrradausflug nach Cancale (frische Austern!).
  • LFRD > LOIH
    Abflug über die langgezogene Lagune und nah vorbei an Mont-Saint-Michel in Richtung Heimat.

Mit 04:14h Flugzeit, leerem Tank und voller schöner Erlebnisse – happy landing zuhause! (oder korrekter: bon atterisageà la maison!).

Euer Rainer

Österreich-Rundflug, 11. – 13. Juni 2020

Österreich-Rundflug, 11. – 13. Juni 2020

Abb. 1: Flugweg der D-ERSS gemäss SkyDemon

Der ursprünglich geplante Trip zur Nord- und Ostsee musste wegen der Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie leider abgesagt werden (noch geschlossene Grenzen). Kurzfristig wurde umdisponiert, was zur Geburt des Corona-Rundfluges in Österreich führte. (mehr …)

Der etwas andere Dreiecksflug

Der etwas andere Dreiecksflug

Die Pilotenausbildung – eine spannende Zeit!
Nachdem mein erster Dreiecksflug nun schon länger auf dem Plan stand, zuletzt jedoch aus zeitlichen, privaten und/oder wetterbedingten Gründen verschoben werden musste, war es nun endlich so weit. Die Route sah einen Flug mit folgenden drei Legs vor:

  • LOIH nach EDPA (Aalen-Heidenheim)
  • EDPA nach EDTM (Mengen)
  • von EDTM wieder zurück nach LOIH

Da die Planung eigentlich schon im Oktober durchgeführt wurde, war mir entgangen, dass der Platz in EDPA ab November PPR ist. Glücklicherweise wurde ich von meinem Fluglehrer darauf aufmerksam gemacht und ich konnte kurzfristig abklären ob eine Landung möglich ist.
Leider verhießen auch die NOTAMs nichts Gutes, denn das eigentlich eingeplante VOR Walda war für die Dauer von ca. 2 Monaten außer Betrieb. Dieses wäre für die Kreuzpeilung außerordentlich hilfreich gewesen. Glücklicherweise gibt es jedoch in der Gegend viele Orientierungspunkte und wir starteten dennoch in Richtung Aalen.

Gute Startbedingungen für den Dreiecksflug

Die Routenplanung war recht einfach. Es sollte für das erste Leg von LOIH via E nach Isny gehen, von dort dann über die Kontrollzone Memmingen, dann nach Günzburg und von dort dann nach EDPA. Als Flughöhe wählten wir 5500 ft, somit war ein Überfliegen der Kontrollzone Memmingen auch ohne Funkkontakt mit Memmingen möglich.

Da es mit Temperaturen um die 0 Grad Grenze ziemlich kalt war, war auch die Performance der D-EFMV sehr gut und wir stiegen in Richtung E mit fast 1000 fpm – trotz maximalem Abfluggewicht. Hinter E meldeten wir uns bei LOIH ab und nahmen Kontakt mit Langen Info auf. Wir bekamen einen Squawk zugewiesen und drehten in Richtung Isny.
Parallel dazu wurden bereits die Einstellungen für das Intercepten des Kempten VORs vorgenommen und so konnten wir gemütlich in 5500 ft über die Kontrollzone Memmingen hinwegfliegen (über S und N2). Hinter Memmingen drehten wir auf Nordkurs und konnten bereits das AKW Gundremmingen in der Nähe von Günzburg sehen – oder besser gesagt dessen Wasserdampf. Als Orientierungspunkt sind diese hohen Säulen perfekt geeignet.

Hinter Günzburg ging alles ziemlich schnell. Nach kürzester Zeit waren wir bereits am Platz und konnten direkt in den Queranflug auf die 09 gehen. Ein Novum für mich: Die Landebahn hat eine leichte Steigung. Der Abflugpunkt der 09 ist deutlich tiefer gelegen als jener der 27. Der Kontakt mit dem Turm war außerordentlich freundlich. Neben uns waren noch ein paar Ultraleicht-Flieger unterwegs.
Rauf zum Turm, Landegebühren bezahlt. Leider hattedas Restaurant montags geschlossen (für die Kinder gibt’s übrigens einen netten Kinderspielplatz daneben) weswegen wir uns entschieden gleich nach Mengen weiterzufliegen.
Vorsicht, in EDPA gibt es lt. Jeppesen kein Mogas; geparkt werden soll auf der gelben Linie. In der Stadt Aalen gäbe es noch ein Entdeckermuseum, das explorhino, welches ebenfalls für Kinder gedacht ist.

Restaurant mit Spielplatz – nur leider Montags Ruhetag

Für den Flug nach Mengen lauteten die Wegpunkte Heidenheim – Autobahnkreuz A8 – Ehingen. Danach hieß es der Donau zu folgen bis zum Einflug in die Platzrunde EDTM. Es wurde nach dem Verlassen der Platzrunde wiederum Langen Info gerufen. Die Orientierungspunkte sind hier deutlich dünner gesät bzw. weniger markant, insbesondere Ehingen kann leicht mit der davor liegenden Ortschaft Schelklingen / Allmendingen verwechselt werden.
Über Mengen gab es zu dem Zeitpunkt eine leichte Dunstschicht, weswegen der Platz erst recht spät sichtbar wurde. Die Kommunikation mit Mengen war dann wie meistens sehr knackig was nicht zuletzt dem doch relativ hohen Verkehrsaufkommen geschuldet war. Ab ins Restaurant, gute Pizza um 8€, da kann man nicht meckern.

Parkposition Mengen

Auf Parkposition in Mengen

Das letzte Leg war dann ursprünglich via Friedrichshafen in 3500ft geplant, wir entschieden uns jedoch dazu den direkten Weg zu nehmen und Friedrichshafen quer in 5500ft zu überfliegen, quasi direkt in Richtung Lindau. Von dort ging es dann nach W und schlussendlich zur Abschlusslandung in LOIH, ebenfalls wieder bei einer leicht diesigen Schicht.

Fazit: Besonders Aalen-Heidenheim mit der ansteigenden Start-/Landebahn ist sehr interessant. Die Distanz für den gesamten Trip betrug 185 nm, die Gesamtflugzeit 2h 14min.
Für einen etwas anderen Dreiecksflug ist diese Variante wirklich zu empfehlen!

Jahresausklang 2019 bei Manfred

Jahresausklang 2019 bei Manfred

Mittlerweile ist der Jahresausklang in der Alpshoamat bei Manfred Felder eine schöne Tradition geworden. Zahlreiche Mitglieder des Aeroclub Bodensee sind darum wieder der Einladung von unserem Obmann Bertram Konzett nach Mellau gefolgt.

Bei fantastischen brasilianischen Grillspezialitäten wurden die Erlebnisse der vergangenen Flugsaison ausgetauscht.

Üppige Beilagen zum Fleischgelage brutzel-brutzel Lecker-Schmecker

Cpt. Johnny präsentierte einen kurzweiligen Rückblick auf den Big Trip nach Polen, der wie immer perfekt von ihm organisiert wurde. Mit seinem „Selfie Arm“ wurde manch überraschender Moment für die Ewigkeit festgehalten.

Gottfried Pauritsch beeindruckte mit Fotos und Videos von seiner 14 tägigen Rundreise. Über Korsika vorbei an den Vulkanen Stromboli und Äthna wurden neue Flugplätze in Sizilien und Malta erkundet. Der Rückflug erfolgte dann über Bari, Kroatien, Graz und dann nördlich der Alpen zurück nach Hohenems.

Peter Mahner machte mit Eindrücken von der Tour de France neugierig auf eine Flugreise nach Frankreich. Vom Mittelmeer bis zum Atlantik sowie über den Ärmelkanal und die Normandie wurden in Frankreich zahlreiche Flugplätze angesteuert. Auch kulinarisch hat die Grand Nation so einiges zu bieten.

Faszinierende Flugerlebnisse, nette Gäste und hervorragendes Essen machten diesen Abend zu einem kurzweiligen Erlebnis – und jetzt schon Geschmack auf die neue Sommersaison!

Unser Präsident geht wieder in die Luft!

Unser Präsident geht wieder in die Luft!

Endlich, was für ein toller Ausflug.
FI Roman hat unseren Präsidenten Bertram zum Flug nach Schärding Suben LOLS mitgenommen. In der Cessna 182 DEILI hatte es genug Platz für die illustre Crew, die den Cafe am schönen Flugplatz sichtlich genießen konnte.

Wir freuen uns, den Präsidenten endlich wieder in der Luft zu sehen!
Die Mitglieder des Aeroclub Bodensee

Aus dem Leben einer ATPL Studentin – Teil 1

Aus dem Leben einer ATPL Studentin – Teil 1

Anna Stolz hat sich gleich nach der Matura ihrem Traum gewidmet: Endlich Linienpilotin zu werden. Auf diesem Weg begleiten wir vom ACB sie seit Anfang an. Hier berichtet sie von ihrem Alltag als ATPL Studentin:

Die PPL Ausbildung habe ich im Herbst 2017 beim ACB begonnen. Mit mir saßen noch 12 andere Schüler im Schulungscontainer, um sich die zahlreichen Flugdetails erklären zu lassen. Die 9 Bücher mögen schon einiges an Stoff bieten – zum Glück war ich das lernen aber ja noch von der Matura her gewohnt.

Recht schnell konnte ich auch die praktische Ausbildung bei Michael Scharf und Christoph Friedrich beginnen. Michael ist Berufspilot bei der SWISS auf einer Boeing 777, also genau da wo ich auch mal landen möchte.

Mit Theorie und Praxis ist beim Pilotenschein noch nicht alles getan. Nach der Theorieprüfung kam noch der Funkerkurs mit anschließender Prüfung in Innsbruck (natürlich das internationale AFZ) und der Language Proficiency Test. Mit letzterem beweisen wir Piloten regelmäßig, dass wir der englischen Sprache auch wirklich ausreichend mächtig sind.

Nach all dieser Vorbereitung durfte ich also endlich abheben. Ich bin Pilotin. Juhu!

Weiter geht’s nach dem PPL

Vom Mai 2018 bis Juli 2019 durfte ich einen der schönsten Teile der Ausbildung genießen: Flugpraxis sammeln! Das machte ich mir nicht allzu einfach, aber auch umso schöner. Mit Ausflügen nach Italien (unter anderem Venedig LIPV und Florenz LIRQ), Frankreich (Bastia LFKB), Kroatien (Vrsar LDPV), und vielen mehr war ich rasch bei den geforderten 160 Flugstunden. Dies war definitiv der schöne Teil meiner Ausbildung bisher!

In der selben Zeit widmete ich mich sowohl der IFR Theorie, wie auch der ATPL Theorieausbildung. An 4 Wochenenden durfte ich dafür nach Innsbruck in die Schule, hatte 500h im Selbststudium und 8 Monate für die Prüfung zu lernen.

Auch diese Prüfung erfolgte in Innsbruck, in 14 Fächer mit insgesamt 16.000 Fragen. Von diesen Fächern waren besonders Radio Navigation und General Navigation deutlich anspruchsvoller als für den PPL. Geklappt hat es trotzdem

Ab nach Linz

Seit 04.10. bin ich nun in Linz um meinen IFR auch praktisch zu beginnen. Eine spannende Zeit liegt vor mir, ich werde euch gerne wieder davon berichten.
Zudem habe ich mich im Juli 2017 bei Swiss beworben. Drückt mir die Daumen dass auch das klappen wird 😊