+ + +INFO ZUM OSTERFEST bzgl AVIATION + + +

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Infoschreiben des Österreichischen Aeroclubs:

Liebe Aero – Club Mitglieder und Flugsportinteressierte,

wir leben in außergewöhnlichen Zeiten und diese erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. In jüngster Zeit häufen sich Fragen in Bezug auf die Rechtslage, ob ein Flugbetrieb zulässig ist.

Zur Beantwortung weisen wir an allererster Stelle auf das Betretungsverbot und seine Ausnahmen gemäß den Bestimmungen der “Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes” hin:

– das Betreten von Sportplätzen ist verboten
(Anm.: Betriebsflächen zur Ausübung von Flugsport sind als Sportstätten anzusehen) vom Verbot ausgenommen sind Betretungen,

  • zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
  • die zur Betreuung/Hilfeleistung von Unterstützungsbedürftigen dienen,
  • zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens,
  • die für berufliche Zwecke erforderlich sind,
  • öffentlicher Orte im Freien – alleine oder mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben.
    (Anm.: Das soll als “Luftschnappen und etwas Bewegung im Freien” verstanden werden)

Mediale Berichterstattungen über das Nichteinhalten der Verordnung durch diverse Sportarten, rücken diese in kein gutes Licht. Sie schaden in dieser schwierigen und sensiblen Zeit mit Negativwerbung – in welcher Form auch immer – insgesamt dem Sport.

Die Bundesregierung, die Bundes-Sportorganisation, die Sportverbände, Flugplätze und Vereine, die Bergrettung, die Feuerwehr, die Polizei und das Gesundheitswesen rufen seit geraumer Zeit über zahlreiche Kanäle dazu auf, keine Bergwanderungen, Ski- und Klettertouren bzw. sonstige mit eventuellen Risiken verbundene Sportaktivitäten anzugehen.

Der Aero-Club hat sich von Anfang an diesen Aufrufen und Vorgaben vollinhaltlich angeschlossen.
Berücksichtigt man all das und hält sich auch daran, stellen sich auch keine rechtliche Fragen mehr. Wie vor allem wir in der Aviation genau wissen: nach jedem Schlechtwetter folgt irgendwann Schönwetter! In diesem Sinne unsere Forderung und Bitte:
“Bleibt am Boden – eure Zeit für schöne und sichere Flüge kommt bald wieder.“

Wir danken im Namen des Team Aero-Club für euer Verständnis und eure aktive Mitwirkung, die
Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Viren durch diszipliniertes Verhalten zu unterstützen. Trotzdem wünschen wir uns allen ein schönes Osterfest – nicht in den Lüften sondern zu Hause!

Dipl- Ing. Wolfgang Malik Ing. Manfred Kunschitz
Präsident des ÖAeC Generalsekretär des ÖAeC

* * * SPERRUNG LOIH BIS 30. APRIL * * *

* * * SPERRUNG LOIH BIS 30. APRIL * * *

Nach Rücksprache mit der Vlbg. Landesregierung und mit uns vergleichbaren Flugplätzen in Österreich, werden wir den Flugplatz Hohenems ab sofort, vorerst bis einschließlich 27. März 2020 für den Flugbetrieb schließen.
(Bemerkung: derzeit verlängert bis 30.04.2020 – Aktuelle Info unter www.loih.at)

Ausnahmen von dieser Regelung sind nur im begründbaren Ausnahmefall (öffentliches Interesse etc.) möglich. Kontaktaufnahme in derartigen Fällen bitte unter der Handynummer des Flugplatzes.

Aus Rücksichtnahme um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes bitten wir um Verständnis für außergewöhnlichen diesen Schritt.

Die Betriebsleitung

* * * SHUT DOWN – CORONA * * *

* * * SHUT DOWN – CORONA * * *

Liebe Vereinsmitglieder,

Auch vor unserem Vereinsleben macht die Pandemie um COVID-19 nicht Halt.
Neben den neuesten Ausgangsbeschränkungen lt Bundesregierung (Berufsarbeit, dringende Besorgungen und Hilfeleistung) sowie den Vorgaben für Vereine wird unser Vereinsleben weiter eingeschränkt.

a) Flugschule:

Die Flugschule hat den Theorieunterricht bereits unterbrochen bis sich die Lage entspannt hat und von den Behörden in der Sache Entwarnung ausgesprochen wird.
Ebenso wird die praktische Flugausbildung eingestellt, weil der Kontakt mit Fluglehrern im Cockpit zu nahe ist, und Fluglehrer natürlich nicht nur Multiplikator in der Wissensvermittlung und Flugerfahrung sind.
Tele-Learning ist lt den bisherigen Behördenvorgaben für die Flugschule nicht möglich.

b) Scheinverlängerungen:

Aktuell werden keine Scheinverlängerungsflüge (Aufrechterhaltung der SEP-Berechtigung) durchgeführt.
Von der Austrocontrol GmbH wurde diesbezüglich bekanntgegeben, dass bei Terminverzügen durch COVID19 die Verlängerungsflüge zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem beim Fluglehrer (FI) gemacht werden können, wenn die Voraussetzungen für den Verlängerungsflug gegeben ist.
Genauere Details dazu werden sicher noch bekanntgeben, wenn der Flugbetrieb wieder im dafür ausreichenden Umfang möglich ist.

c) Vereinsleben:

In Rücksprache mit unserem Mitglied und Flugmediziner Dr Michael Wirnsberger muss unser Vereinsleben vorerst in der nachstehenden Form eingeschränkt werden:
Zusammentreffen / Besprechungen / gemeinsame Flugplanungen / Mitgliederversammlungen dürfen nicht in den Clubräumen (Container und Schulungscontainer) stattfinden.

Von Seite des Flugplatzbetreibers besteht bis dato die Bestrebung, den Betrieb als Infrastruktur von öffentlichem Interesse aufrecht zu erhalten.
Der AEROCLUB BODENSEE möchte den Flugbetrieb für seine Mitglieder für Flüge zu den Zwecken, wie Ausgänge aus dem Haus von der Bundesregierung freigeben sind, aufrechterhalten. (zB Hilfeleistung von Angehörigen in der Steiermark etc)

Zum momentanen Zeitpunkt wollen wir Flüge unter Berücksichtigung der Hygieneempfehlungen wie Sie bekannt sind (Händewaschen, ….) möglich machen, solange der Flugplatz den Betrieb aufrecht erhält, und die (Luftfahrt-) Behörde keine dezidierten Einschränkungen oder Verbote bekannt gibt.
Wer sich mit wem und mit wieviel Personen ins Cockpit setzt, obliegt dem Ermessen/Einschätzungen des PIC.

Bezüglich internationaler Flugziele sind im Rahmen der Flugvorbereitung die länderspezifischen Einreisekonditionen zu erheben. (Flugverbote oder Rückreisebeschränkugen wie zB nach Holland, England, Russland, Ukraine, … können von den Gebietsverwaltungen jederzeit ausgeweitet werden.)
Die Vercharterung über mehrere Tage (längerer Zeitraum) bedarf wie üblich der Rücksprache mit dem Vorstand (Bertram)

d) Mitgliederinformation

Mit dieser Nachricht informieren wir, dass:

  • Die Flugzeuge und Vereinslokalitäten vom AEROCLUB BODENSEE keinen „desinfizierenden Maßnahmen unterzogen werden.“
  • Der PIC seine Fluggäste über die Risken zu informieren hat, weil er mit dem „Boarding“ für das Wohl seiner Passagiere Verantwortung mitträgt.
  • Die Verwendung der ACB Leih-Headsets (Sprechkopfhörer) bis auf weiteres aus Hygiene- bzw Gesundheitsgründen nicht erlaubt ist.

Wir halten euch am Laufenden.

In der Hoffnung, dass die behördlich getroffenen Maßnahmen die gewünschten Erfolge bringen, und nicht mehr wesentlich verschärft werden müssen.

Schützt Euch und Eure Familie durch einen sorgsamen Umgang mit dem Ausgang . . .
BITTE

Euer
Bertram R. Konzett
Obmann
AEROCLUB BODENSEE

Neujahrsbrunch 2020

Neujahrsbrunch 2020

100 Mitglieder, Angehörige und Freunde des AeroClub Bodensee sind der Einladung zum Neujahrbrunch 2020 ins Hotel Schwärzler nach Bregenz gefolgt. In geselliger Runde wurden wieder interessante Informationen rund um den größten Motor Flieger Verein Österreichs präsentiert.

Vize Obmann Gerd Schweiger überbrachte die Grüße von unserem Obmann Bertram Konzett der unermüdlich und mit bewundernswerter Energie für sein Fit-To-Fly kämpft und berichtete die Highlights 2019. Die vergangene Flugsaison wurde wieder unfallfrei absolviert. Am 15. November 2019 konnte Bertram Konzett mit einigen Mitgliedern der ersten Stunde auf das 15-jährige Bestehen des Vereins anstoßen. Monatlich wird jetzt der ACB Stammtisch mit reger Beteiligung der Mitglieder abgehalten. Neuigkeiten und Interessante Informationen sowie Bilder der Veranstaltungen findet man jetzt auf der aktualisierten Homepage. Bei einer Schweigeminute wurde unserem, im Jahr 2019 verstorbenen Mitglied, Helmut Fetzel gedacht.

 

Neues von der Flugschule wurde von Markus Nesensohn präsentiert, der unermüdlich an den Standards arbeitet. Durch die Kooperation mit der Flugschule Fly West, Innsbruck kann jetzt eine Vielzahl von Ausbildungen in Hohenems abgeschlossen werden. Ganz besonders freut uns, dass die Flugschule des AeroClub Bodensee als offizielle Prüfungsaußenstelle der Austro Contol anerkannt wurde.

Regelmäßig werden von der Flugschule Informationen zu aktuellen Themen und Briefings für Fluglehrer angeboten. Der Frühjahr- und Herbstkurs 2019 war wieder gut gebucht sodass wieder zahlreiche neue Piloten beim ACB begrüßt werden konnten. Die aktuelle Flugschüler Ausbildung 2020 startet im Frühjahr.

Thomas Weber präsentierte eindrucksvolle Bilder vom Verein „Erlebnis Fliegen“. Bei Rundflügen können flugbegeisterte die Faszination Fliegen hautnah erleben. Der großen Verantwortung die die Piloten dabei tragen sind sich alle bewusst. Auch ACB Mitglieder sind natürlich herzlich eingeladen bei den geplanten Ausflügen zur Axalp 20, der Schweizer Luftwaffe oder bei einem Besuch der Flugwerft Schleißheim teilzunehmen.

 

Rainer Nagel präsentierte in gewohnt humorvoller Art neues rund um die Technik. Voraussichtlich müssen die Motoren von 5 Flugzeugen erneuert werden. Alle Flugzeuge sind aber durch die Umsicht von Rainer immer bestens gewartet und nach der Behandlung des Wellness Teams strahlend sauber.

Obwohl im Jahr 2019 um ca. 15 % weniger Flugstunden verbucht wurden kann Urs Hinteregger solide Finanzen vorweisen. Die geplanten Projekte 2020 sind gesichert. Martin Bienik durfte sich als Top Pilot 2019 über eine Flasche Sekt freuen. Mit 81 Flugstunden war er der fleißigste Pilot des AeroClub Bodensee.

 

 

Cpt. Johnny Schertler bot einen kurzweiligen Rückblick auf die Ausflüge und den Big Trip 2019.
Für 2020 sind Kurztrips nach Budweis, Venedig, eine Österreich Tour und der Besuch des Worstmarktes in Bad Türkheim geplant. Der Big Trip 2020 für Feinspize führt über die Bretagne nach Cornwall und nach Irland und Wales. Für Hartgesottene Piloten ist eine Reise nach Hamburg und Berlin mit Wasserflugzeug Einweisung an der Ostsee geplant.

 

 

Der etwas andere Dreiecksflug

Der etwas andere Dreiecksflug

Die Pilotenausbildung – eine spannende Zeit!
Nachdem mein erster Dreiecksflug nun schon länger auf dem Plan stand, zuletzt jedoch aus zeitlichen, privaten und/oder wetterbedingten Gründen verschoben werden musste, war es nun endlich so weit. Die Route sah einen Flug mit folgenden drei Legs vor:

  • LOIH nach EDPA (Aalen-Heidenheim)
  • EDPA nach EDTM (Mengen)
  • von EDTM wieder zurück nach LOIH

Da die Planung eigentlich schon im Oktober durchgeführt wurde, war mir entgangen, dass der Platz in EDPA ab November PPR ist. Glücklicherweise wurde ich von meinem Fluglehrer darauf aufmerksam gemacht und ich konnte kurzfristig abklären ob eine Landung möglich ist.
Leider verhießen auch die NOTAMs nichts Gutes, denn das eigentlich eingeplante VOR Walda war für die Dauer von ca. 2 Monaten außer Betrieb. Dieses wäre für die Kreuzpeilung außerordentlich hilfreich gewesen. Glücklicherweise gibt es jedoch in der Gegend viele Orientierungspunkte und wir starteten dennoch in Richtung Aalen.

Gute Startbedingungen für den Dreiecksflug

Die Routenplanung war recht einfach. Es sollte für das erste Leg von LOIH via E nach Isny gehen, von dort dann über die Kontrollzone Memmingen, dann nach Günzburg und von dort dann nach EDPA. Als Flughöhe wählten wir 5500 ft, somit war ein Überfliegen der Kontrollzone Memmingen auch ohne Funkkontakt mit Memmingen möglich.

Da es mit Temperaturen um die 0 Grad Grenze ziemlich kalt war, war auch die Performance der D-EFMV sehr gut und wir stiegen in Richtung E mit fast 1000 fpm – trotz maximalem Abfluggewicht. Hinter E meldeten wir uns bei LOIH ab und nahmen Kontakt mit Langen Info auf. Wir bekamen einen Squawk zugewiesen und drehten in Richtung Isny.
Parallel dazu wurden bereits die Einstellungen für das Intercepten des Kempten VORs vorgenommen und so konnten wir gemütlich in 5500 ft über die Kontrollzone Memmingen hinwegfliegen (über S und N2). Hinter Memmingen drehten wir auf Nordkurs und konnten bereits das AKW Gundremmingen in der Nähe von Günzburg sehen – oder besser gesagt dessen Wasserdampf. Als Orientierungspunkt sind diese hohen Säulen perfekt geeignet.

Hinter Günzburg ging alles ziemlich schnell. Nach kürzester Zeit waren wir bereits am Platz und konnten direkt in den Queranflug auf die 09 gehen. Ein Novum für mich: Die Landebahn hat eine leichte Steigung. Der Abflugpunkt der 09 ist deutlich tiefer gelegen als jener der 27. Der Kontakt mit dem Turm war außerordentlich freundlich. Neben uns waren noch ein paar Ultraleicht-Flieger unterwegs.
Rauf zum Turm, Landegebühren bezahlt. Leider hattedas Restaurant montags geschlossen (für die Kinder gibt’s übrigens einen netten Kinderspielplatz daneben) weswegen wir uns entschieden gleich nach Mengen weiterzufliegen.
Vorsicht, in EDPA gibt es lt. Jeppesen kein Mogas; geparkt werden soll auf der gelben Linie. In der Stadt Aalen gäbe es noch ein Entdeckermuseum, das explorhino, welches ebenfalls für Kinder gedacht ist.

Restaurant mit Spielplatz – nur leider Montags Ruhetag

Für den Flug nach Mengen lauteten die Wegpunkte Heidenheim – Autobahnkreuz A8 – Ehingen. Danach hieß es der Donau zu folgen bis zum Einflug in die Platzrunde EDTM. Es wurde nach dem Verlassen der Platzrunde wiederum Langen Info gerufen. Die Orientierungspunkte sind hier deutlich dünner gesät bzw. weniger markant, insbesondere Ehingen kann leicht mit der davor liegenden Ortschaft Schelklingen / Allmendingen verwechselt werden.
Über Mengen gab es zu dem Zeitpunkt eine leichte Dunstschicht, weswegen der Platz erst recht spät sichtbar wurde. Die Kommunikation mit Mengen war dann wie meistens sehr knackig was nicht zuletzt dem doch relativ hohen Verkehrsaufkommen geschuldet war. Ab ins Restaurant, gute Pizza um 8€, da kann man nicht meckern.

Parkposition Mengen

Auf Parkposition in Mengen

Das letzte Leg war dann ursprünglich via Friedrichshafen in 3500ft geplant, wir entschieden uns jedoch dazu den direkten Weg zu nehmen und Friedrichshafen quer in 5500ft zu überfliegen, quasi direkt in Richtung Lindau. Von dort ging es dann nach W und schlussendlich zur Abschlusslandung in LOIH, ebenfalls wieder bei einer leicht diesigen Schicht.

Fazit: Besonders Aalen-Heidenheim mit der ansteigenden Start-/Landebahn ist sehr interessant. Die Distanz für den gesamten Trip betrug 185 nm, die Gesamtflugzeit 2h 14min.
Für einen etwas anderen Dreiecksflug ist diese Variante wirklich zu empfehlen!